Navigation überspringenSitemap anzeigen

Bei "privaten" Verkäufen auf eBay kann Umsatzsteuer anfallen

e-Business

Werden auf Internet-Plattform eBay eine Vielzahl von Gegenständen verkauft, kann es sich nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) um eine der Umsatzsteuer unterliegende (nachhaltige) unternehmerische Tätigkeit handeln.

eBay – Verkauf

Im entscheidenen Fall versteigerte ein Ehepaar auf eBay über einen Zeitraum von etwa dreieinhalb Jahren mehr als 1.200 Gebrauchsgegenstände (im Wesentlichen Spielzeugpuppen, Füllfederhalter, Porzellan und ähnliche Dinge). Aus den Verkäufen erzielten die Eheleute zwischen 21.000 Euro und 35.000 Euro jährlich. Infolgedessen lagen sie über dem Grenzbetrag von 17.500 Euro im Kalenderjahr, bis zu dem bei Anwendung der Kleinunternehmerreglung keine Umsatzsteuer anfällt.

Keine Wiederverkaufsabsicht

Obwohl das Ehepaar die Sammlungsstücke nach eigenem Bekunden nicht mit Wiederverkaufsabsicht erworben hatte und die Verkäufe lediglich der Auflösung der Sammlungen dienten, stufte der Bundeshof den Verkauf über eBay als nachhaltige, unternehmerische und damit umsatzsteuerpflichtige Tätigkeit ein.

Nachhaltig: Ja oder Nein?

Ob eine Betätigung als nachhaltig einzuordnen ist, muss anhand einer Reihe verschiedener Kriterien beurteilt werden, die nach Einzelfall unterschiedlich zu gewichten sind.

Von Bedeutung können insbesondere die Dauer und die Intensität des Tätigwerdens, die Höhe der Entgelte, die Beteiligung am Markt, die Zahl der ausgeführten Umsätze, das planmäßige Tätigwerden sowie das Unterhalten eines Geschäftslokals sein. Dass beim Einkauf eine Wiederverkaufsabsicht bestanden hat, ist für die Nachhaltigkeit einer Tätigkeit kein allein entscheidendes Merkmal.

Bei „privaten“ Verkäufen auf eBay kann Umsatzsteuer anfallen
Quelle: BFH-Urteil vom 26.04.2012, Az. V R 2/11)

 

LiFoS GmbH - Unternehmensberatung und Buchführungsbüro
Zum Seitenanfang