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Das Risiko einer Betriebsprüfung mit der Richtsatzsammlung verringern

Diagramm

Was ist die Richtsatzsammlung?

Die Richtsatzsammlung enthält Vergleichswerte für zahlreiche Wirtschaftsbereiche bzw. Branchen. Diese Werte werden jährlich vom Bundesfinanzministerium überprüft und gegebenenfalls angepasst und als Normwerte gespeichert; der sogenannte Normalbetrieb. Daraus wiederum ermittelt das Finanzamt dann Unternehmen, welche vom Normalbetrieb abweichen und sendet so die Betriebsprüfer aus. Die neueste Richtsatzsammlung betrifft     das Jahr 2019 und wurde vom Bundesfinanzministerium am 20.01.2021 veröffentlicht.

Was versteht das Finanzamt unter Normalbetrieb?

  • Einzelunternehmen, die Ihre Gewinne durch Bestandsvergleich ermitteln (Bilanz)
  • Unternehmen, die in der Rechtsformen der Personen- oder Kapitalgesellschaft geführt werden
  • Bei Großbetrieben findet die Richtsatzsammlung allerdings keine Anwendung

Wie werden die Richtsätze ermittelt?

Richtsätze werden in v.H.-Sätzen des wirtschaftlichen Umsatzes für den Rohgewinn (hierbei unterscheidet man zwischen Rohgewinn I bei Handelsbetrieben, Rohgewinn II bei Handwerks- und gemischten Betrieben), für den Halbreingewinn und den Reingewinn ermittelt. Bei Handelsbetrieben wird daneben der Rohgewinnaufschlagssatz angegeben. Für Handwerks- und gemischte Betriebe ist nachrichtlich auch ein durchschnittlicher Rohgewinn I in der Richtsatzsammlung verzeichnet, der als Anhalt für den Waren- und Materialeinsatz dienen soll. Die Richtsätze bestehen aus einem oberen und einem unteren Rahmensatz sowie einem Mittelsatz. Die Rahmensätze tragen den unterschiedlichen Verhältnissen Rechnung. Der Mittelsatz ist das gewogene Mittel aus den Einzelergebnissen der geprüften Betriebe einer Gewerbeklasse.

Um einer Betriebsprüfung entgegenzusteuern, können Betriebe also schon im Vorfeld testen, ob Ihre Werte innerhalb der Richtlinien liegen und weder nach oben noch nach unten abweichen. Sollten die Richtwerte unterhalb oder oberhalb der Kennzahlen liegen, wäre es sinnvoll zur prüfen, ob alle Ein- bzw. Ausgaben ordnungsgemäß erfasst wurden oder ein Grund für die Abweichungen vorliegt. Dies sollte dem Finanzamt bereits gleich bei Abgabe der Steuererklärung mitgeteilt werden, denn gerade für  „Ausreißerfälle“ interessiert sich der Fiskus ganz besonders.

Laden Sie sich die aktuelle Richtsatzsammlung von 2019 herunter: Richtsatzsammlung 2019                                           

Quelle: Wirtschaftswissen

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