Navigation überspringenSitemap anzeigen

Die wichtigsten Grundsätze der GoBD und ihre Bedeutung

Finanzamt

Das bei einer Betriebsprüfung dem Prüfer eine GoBD konforme Buchführung vorzulegen ist, sollte mittlerweile in allen Unternehmen angekommen sein. Leider gehen die Vorgesetzten in den Betrieben mit der Wichtigkeit, diese auch umzusetzen noch immer sehr nebensächlich um. Im Grunde gehen die Chefs davon aus, das ihre Buchhaltung Grundsätzen wie Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, Richtigkeit ganz logisch entsprechen. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesen Worten?

Die wichtigsten Grundsätze kurz erklärt:

Grundsatz der Vollständigkeit

Jeder Geschäftsvorfall ist einzeln, vollzählig und lückenlos aufzuzeichnen. Das heißt, jede Betriebseinnahme und Betriebsausgabe, jede Einlage und Entnahme muss nach GoBD so aufgezeichnet werden, dass eine Überprüfung seiner Grundlagen, seines Inhaltes und seiner Bedeutung möglich ist.  

Grundsatz der Richtigkeit

Jeder Geschäftsvorfall muss mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmen, wahrheitsgemäß durch Belege abgebildet und den rechtlichen Vorgaben entsprechend aufgezeichnet werden.

Grundsatz der Nachvollziehbarkeit

Jeder Geschäftsvorfall muss sich in seiner Entstehung und Abwicklung lückenlos verfolgen lassen. In § 238f.HGB heißt es: die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten (zum Beispiel dem Betriebsprüfer) innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über alle Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann.

Grundsatz der zeitgerechte Buchungen und Aufzeichnungen

Jeder  Geschäftsvorfall muss so zeitnah wie möglich gebucht und jede Aufzeichnung so zeitnah wie möglich vorgenommen werden. Bare Geschäftsvorfälle müssen am selben Tag erfasst werden, unbare innerhalb von 10 Tagen. Lediglich bei einer periodischen Buchhaltung (Monatsbuchhaltung) wird die Zeitspanne bis zum Ende des Folgemonates ausgeweitet. Allerdings nur, wenn Maßnahmen vorgenommen werden, die die Vollständigkeit der Buchhaltung gewährleisten (zum Beispiel eine geordnete Ablage)

Grundsatz der Ordnung

Jeder Geschäftsvorfall muss systematisch, übersichtlich, ordentlich und nachvollziehbar erfasst werden. Jede Buchung muss mit einer Belegnummer und einem Datum versehen werden, um eindeutig identifiziert werden zu können.

Grundsatz der Unveränderbarkeit

Der ursprüngliche Inhalt einer Buchung oder einer Aufzeichnung muss immer feststellbar bleiben. Veränderungen, bei denen nicht eindeutig ersichtlich ist, ob sie ursprünglich oder erst später gemacht wurden, sind unzulässig. Sollten Veränderungen in einem Geschäftsvorfall vorgenommen werden, müssen diese in jedem Fall protokolliert werden und in einer Verfahrensdokumentation erfasst werden.

Wichtig:

Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchhaltung sind für alle Unternehmen verpflichtend und sollten in jeder Buchführung angewendet werden.

Fazit:

Da der Staat gerade durch Corona eine hohe Summe an Fördermittel für die Digitalisierung zur Verfügung stellt, wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt auf digitale Systeme in der Buchhaltung umzustellen. Mit einer GoBD-konformen Buchhaltungs- und Dokumentenmanagementsoftware steht einer bevorstehenden Betriebsprüfung nichts im Wege.

Mehr zum Thema unter: GoBD

Quelle: GoBD Glossar

LiFoS GmbH - Unternehmensberatung und Buchführungsbüro
Zum Seitenanfang