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Erst leihen, dann einstellen - Personal-Service-Agenturen

Verschiedene Berufe

Die Personal-Service-Agenturen (PSA) sind Bestandteil des ersten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, einem Teil der so genannten Hartz-Gesetze. Bei den Personal-Service-Agenturen (PSA) handelt es sich um Zeitarbeitsunternehmen, die im Rahmen von Ausschreibungen von den Agenturen für Arbeit beauftragt werden.

Kommen auch nach erneuter Ausschreibung keine PSA-Verträge zustande, kann sich die Agentur für Arbeit an Verleihunternehmen beteiligen. Ist dies ebenfalls nicht möglich, kann die Agentur für Arbeit eine eigene PSA gründen. Nicht in jedem Agenturbezirk muss es eine Personal-Service-Agentur geben.

Aufgabe der Personal-Service-Agenturen

Ziel der PSA ist es, Arbeitslose über Leih- bzw. Zeitarbeit den Einstieg in ein festes Beschäftigungsverhältnis zu erleichtern. Ihre Hauptaufgabe ist der Verleih ihrer Beschäftigten an Unternehmen. Die PSA stellen ausschließlich Arbeitslose ein, die von der Agentur für Arbeit vorgeschlagen werden.

Die PSA muss eine organisatorisch und gegebenenfalls rechtlich eigenständige Einheit im Bezirk der jeweiligen Agentur für Arbeit sein. Es gibt also beispielsweise im gleichen Unternehmen ein Nebeneinander von vermittlungsorientierter Arbeitnehmerüberlassung (organisatorische Einheit PSA) und herkömmlicher gewerblicher Verleihtätigkeit.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Arbeitsloser

Es handelt sich dabei um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse über eine Dauer von mindestens neun Monaten. Sie soll im Regelfall zwölf Monate nicht übersteigen.

Die PSA darf einen von der Arbeitsagentur vorgeschlagenen Bewerber auch ablehnen. Die Ablehnung muss begründet werden.

Die Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts müssen sich nach einem Tarifvertrag für Arbeitnehmerüberlassung richten. Bewerber für die Einrichtung einer Personal-Service-Agentur (PSA) können die Texte der Tarifverträge für Zeitarbeitsunternehmen unter info@bmwi.bund.de anfordern. Dabei ist anzugeben: Referat IIIA3, Anforderung Zeitarbeits-Tarifverträge.

Ziel: festes Beschäftigungsverhältnis

Im günstigsten Fall soll das Unternehmen die geliehenen Mitarbeiter in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernehmen. Gelingt dies nicht, vermittelt die PSA die Beschäftigten erneut an ein weiteres Unternehmen (vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung).

Wenn – im Ausnahmefall – keine Arbeitnehmerüberlassung möglich ist, müssen die PSA die verleihfreien Zeiten für arbeitsmarktorientierte Integrationsbemühungen und individuell geeignete Kurzzeitqualifizierungen nutzen. Die PSA erhält eine monatliche Fallpauschale, die alle drei Monate um 25 Prozent gesenkt wird und eine Vermittlungsprämie, die ebenfalls degressiv gestaltet ist. Das heißt: Je schneller ein Arbeitsloser in ein festes Beschäftigungsverhältnis vermittelt wird, desto höher ist das Honorar für die PSA.

Vorteile für den Arbeitgeber

Personal-Service-Agenturen bieten dieselben Vorteile wie jede andere Zeitarbeitsfirma.

Arbeitgeber können durch Leiharbeiter kurzfristig Personalengpässe, die z. B. durch Urlaub, Krankheit, Schwangerschaft entstehen, ausgleichen.

Arbeitgeber haben die Möglichkeit, Arbeitnehmer erst einmal ausführlich kennen zu lernen, bevor sie sie in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernehmen. Arbeitgeber zahlen lediglich ein Honorar an die PSA, eine Lohnbuchhaltung ist nicht notwendig.

Quelle: BMWi – Gründerzeiten
LiFoS GmbH - Unternehmensberatung und Buchführungsbüro
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