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Geänderte Nutzungsdauer von Computerhardware und -software

Abschreibung

Abschreibung von Computerhardware und -software

Der schnelle technische Wandel der Computerhardware, sowie die erforderliche Betriebs- und Anwendersoftware führt offenbar zum politischen Willen, dass die angestrebte Digitalisierung eine zusätzliche steuerliche Förderung erhält. Darum wird die seit über 20 Jahren geltende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Hard- und Software von 3 Jahren auf nur noch 1 Jahr verkürzt. Die kommt einer Sofortabschreibung sehr nahe, fraglich ist jedoch, ob es auch eine ist.

Für welche Hard- und Software gilt das?

Hardware

  • Computer
  • Desktop-Computer
  • Notebook-Computer (wie z.B. Tablet, Slate, oder mobiler Thin-Client)
  • Workstation
  • mobile Workstation
  • Small-Scale-Server
  • Dockingstation
  • externes Netzteil
  • Peripherie-Geräte (wie z.B. Tastatur, Maus, Scanner, Kamera, Mikrofon, Headset)
  • externe Speicher (Festplatte, DVD-/CD-Laufwerk, USB-Stick, Streamer)
  • Ausgabegeräte (wie z.B. Beamer, Plotter, Headset, Lautsprecher, Monitor oder Display)
  • Drucker (Laser-, Tintenstrahl- oder Nadeldrucker)

Software

Jede Betriebs- und Anwendersoftware zur Dateneingabe und -verarbeitung. Dazu zählen auch die nicht technisch physikalischen Anwendungsprogramme eines Systems zur Datenverarbeitung, alle Standardanwendungen, doch auch individuell abgestimmte Anwendungen (z.B. ERP-Software, Software für Warenwirtschaftssysteme, etc.).

Ab wann gilt dies?

Die neue Regelung gilt für alle Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2020 enden. Zudem kann in dem nach dem 31.12.2020 endenden Wirtschaftsjahr der Restbuchwert von bereits zuvor angeschafften bzw. hergestellten Wirtschaftsgütern des Betriebsvermögens vollends abgeschrieben werden. Diese Regeln gelten ab dem VZ 2021 auch für Wirtschaftsgüter des Privatvermögens. Damit ist die bisherige AfA-Tabelle letztmals in Wirtschaftsjahren anzuwenden, die vor dem 1.1.2021 enden.

Kritik innerhalb der Finanzverwaltung

Im Vorfeld war eine gewisse Uneinigkeit in der Finanzverwaltung zu vernehmen. Einige Bundesländer sträubten sich gegen eine Anpassung der Nutzungsdauer "nur" durch ein BMF-Schreiben und sprachen sich für eine gesetzliche Regelung aus. Nunmehr hat sich doch die sog. untergesetzliche Regelung durchgesetzt.

Hier finden Sie das Schreiben des BMF: BMF-Schreiben

Quelle: DATAC

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